Familienregeln fuer die digitale Welt aufstellen
Gemeinsam Regeln vereinbaren statt von oben diktieren: So funktionieren digitale Familienregeln wirklich.

Warum gemeinsame Regeln besser funktionieren
Regeln, die Kinder mitgestalten, werden besser eingehalten. Das ist kein paedagogischer Wunschtraum, sondern bestaetigt durch Forschung: Beteiligung schafft Verantwortungsgefuehl. Statt Verboten von oben entsteht ein Vertrag, den alle Familienmitglieder mittragen.
Den Familienrat einberufen
Setzen Sie sich als Familie zusammen — ohne Bildschirme, in entspannter Atmosphaere. Jeder darf Wuensche und Bedenken aeussern. Auch die Eltern! Ehrlichkeit ist wichtig: Wenn Sie selbst zu viel am Handy haengen, sprechen Sie es an.
Regeln, die funktionieren
Bildschirmfreie Zonen
Esstisch, Schlafzimmer und Auto sind klassische bildschirmfreie Zonen. Sichtbare Regeln sind leichter einzuhalten als unsichtbare Zeitlimits.
Feste Bildschirmzeiten
Nach den Hausaufgaben, nach dem Spielen draussen, am Wochenende etwas mehr. Vorhersehbarkeit gibt Kindern Sicherheit und reduziert Verhandlungen.
Gemeinsame Bildschirmzeit
Planen Sie regelmaessig Zeit ein, in der die Familie gemeinsam digitale Medien nutzt — einen Film schauen, ein Spiel spielen, ein kreatives Projekt machen.
Konsequenzen vereinbaren
Was passiert, wenn Regeln gebrochen werden? Legen Sie das vorher fest. Die Konsequenz sollte verhaeltnismaessig sein — nicht das Handy fuer einen Monat wegnehmen wegen fuenf Minuten Ueberziehung.
Den Vertrag sichtbar machen
Schreiben Sie die Regeln auf und haengen Sie sie an den Kuehlschrank. Alle unterschreiben. Das klingt formell, gibt Kindern aber das Gefuehl, ernst genommen zu werden. Ueberarbeiten Sie den Vertrag alle drei Monate.
Mehr Ideen fuer den Familienalltag finden Sie in unserem Elternratgeber und im digitalen Familientest.
Haeufig gestellte Fragen
Ab welchem Alter koennen Kinder bei Regeln mitbestimmen?
Schon mit 5-6 Jahren koennen Kinder einfache Regeln mitgestalten. Mit zunehmendem Alter waechst der Anteil der Mitbestimmung.
Was, wenn sich Eltern nicht einig sind?
Klaeren Sie Differenzen unter vier Augen. Gegenueber dem Kind sollten beide Elternteile die gleiche Linie vertreten — Widersprueche werden sofort ausgenutzt.
Mein Kind haelt sich nicht an die Regeln. Was tun?
Ueberpruefen Sie, ob die Regeln realistisch sind. Manchmal sind Anpassungen noetig. Bleiben Sie konsequent bei den vereinbarten Konsequenzen, aber bleiben Sie auch im Gespraech.